



oben // Schulfotos aus den Jahren 1989, 1996, 1998 und 2001
Kennt ihr noch die Schulfotografen, die in irgendeiner Ecke im tristen Schulgebäude ihr kleines, mitgebrachtes Studio, inklusive rollbarer Hintergrundwand in hellblau, aufgebaut hatten, um dann total entnervt 100 oder gar mehr Schüler zu fotografieren? Nach drei Wochen hielt Mutti dann endlich dieses leicht kitschige Passepartout in den Händen, wo die liebe Tochter 15x in verschiedenen Größen aber in immer gleicher Pose zu sehen war. Gerne schmückten diese Fotos dann Bilderrahmen auf Muttis Nachttisch oder an Omas Wohnzimmerwand. Man selbst fand sich eigentlich immer hässlich, vorausgesetzt man war bereits in der Pubertät. Jeweils eine Minute in meinem pubertärem Leben halten die drei hinteren Bilder fest. Begafft von Mitschülern, die doof kichern und mich nervös machen, schaue ich ernst, als ich an der Reihe bin, weil ich finde, dass ich so besser aussehe, aber der Fotograf zwingt mich zu einem gekünsteltem Lächeln, es soll ja ein nettes Bild werden.
Den hellblauen Schal, den ich auf dem zweiten Foto von links trage, hat meine Mutter immer gehasst. Sie fand ihn oll und hässlich und lag mir damit oft in den Ohren. Ich habe ihn damals geliebt, den Schal und aus pubertären Trotz mit auf dem Schulfoto verewigt.
1 Kommentar:
die neigung zu kreativen haupthaar ist nicht von der hand zu weisen. der höhepunkt liegt eindeutig bei dem post hiervor.
ich amüsiere mich grad köstlich (zugegebenermaßen über dich und über mich. denn auch im münsterland waren nichtfrisuren stark im trend. ebenfalls blaue und rote haare. zur weihnachtszeit hat mama mir mit grün sterne auf die frisur gesprüht. das ich nicht verprügelt wurde, ist mir ein rätsel)
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