Freitag, 18. Januar 2008

Oma erzählt



2007/11/27
Mein erster Besuch bei Oma von mittlerweile drei Besuchen.
Ich hatte ganz spontan eine kleine Doku-Digicam dabei, mir aber wenig Gedanken gemacht, wie ich sie überhaupt einsetzten wollte, geschweige denn Oma was von ihrer Anwesenheit gesagt. So entschied ich mich, aus Respekt vor Oma und ihrem Alter, für eine recht scheue und wackelige Handkamera, die Oma in Sicherheit wiegen, und mir, ganz beiläufig und heimlich, Material beschaffen sollte.
Das hat soweit funktioniert, allerdings muss das Wackelige und Scheue nun leider in Kauf genommen werden. Wem schlecht werden sollte, bitte einfach die Augen schließen und nur hören (ist auch schön).
Oma und ich
redeten am Wohnzimmertisch einen halben Nachmittag bei Kaffee und Keksen über Omas frühe Modegeschichten, ihre Jugend, den Krieg, ihre Vertreibung durch den Russen und ihren ersten, damals einzigen Mantel, der ein alter, für Oma umgearbeiteter Trenchcoat ihrer großen Schwester Grete war. Leider hat sie ihn während der Vertreibung verloren.

Und wenn wir uns angehört haben, was Oma da erzählt aus frühen Tagen, halten wir vielleicht
kurz inne und sind bitte froh, dass wir jung, gesund sowie modisch aktuell gekleidet sind und von jeglichem Kriegstreiben seither verschont blieben. Danke.

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